Roman "Beutewelt V - Bürgerkrieg 2038" (Leseprobe)

Beutewelt V - Bürgerkrieg 2038 (S. 8-10)

Ein mittelgroßer KKG-Offizier in bräunlich-grüner Uniform und zwei weitere Männer betraten den Raum. Sie befreiten Frank von seinen Fesseln und einer der Kollektivisten hielt ihm die Mündung seiner Pistole vor das Gesicht.
„Er ist gefährlich!“, erklärte der Offizier seinen Leuten.
Dann beugte er sich zu Kohlhaas hinunter und grinste. Er hatte einen schwarzen Schnauzbart, eine lange Nase und braune Glubschaugen. Frank starrte ihn erschrocken an.
„General Frank Kohlhaas! Ich begrüße Sie! So etwas nenne ich wirklich einen Glückstreffer! Derart prominenten Besuch hatten wir bisher selten!“, bemerkte er kalt.
„Was wollt ihr von mir, ihr Dreckschweine?“, schrie ihn Frank an, bemüht, seine Furcht nicht nach außen dringen zu lassen.
Ein anderer KKG-Mann drückte ihm die Pistole an die Schläfe und zwang ihn zu Boden.
„Willst du hier die Schnauze aufmachen oder was?“, knurrte er ihm ins Ohr.
Der Offizier winkte ab und lächelte bösartig. „In Ihrer Situation sollten Sie etwas höflicher sein, Herr Kohlhaas. Was wir wollen? Wir wollen uns nur ein wenig mit Ihnen unterhalten. Mehr nicht!“
Die KKG-Soldaten gingen wieder aus dem Raum hinaus und der Gefangene hörte den Offizier noch sagen: „Angenehme Nachtruhe, Herr General! Morgen werden wir ein wenig plaudern!“
Mit einem lauten Knall wurde die Stahltür zugezogen und das grausame Geräusch eines einrastenden Schlosses bohrte sich in Franks Gehör.
Der Tag verabschiedete sich und die Sonnenstrahlen, die nur in geringer Zahl ihren Weg durch das kleine Fenster am oberen Ende der Wand gefunden hatten, verschwanden langsam. Zurück blieb eine unheimliche Dunkelheit, welche dem Gefangenen die Kehle zudrückte.
Er erinnerte sich an die furchtbaren, vollkommen lichtlosen Nächte in Big Eye, dem Umerziehungsgefängnis, das ihn acht Monate lang gequält hatte. Doch Frank hielt sich zurück, wollte nicht schreien und keine Angst zeigen. Es galt, sich keine Blöße und dem Gegner keinen Grund für ein teuflisches Lächeln zu geben.
Vor Verzweiflung biss er sich in den Arm – der Schmerz lenkte ab. Die schmutzige Uniformjacke zog Frank über den Kopf. So wirkte er wie ein Kleinkind, das hoffte, unter seiner Bettdecke vor den Schrecken in seinem Kopf sicher zu sein. Glücklicherweise zwang ihn die extreme Erschöpfung nach einigen Stunden doch einzuschlafen. Diesmal träumte er von nichts.

S. 62-64

Sie waren vielleicht eine Stunde gefahren. Die Sonne war noch immer nicht aufgegangen und draußen hatte ein kühler Nieselregen eingesetzt. Wo sich die Lastwagen befanden, konnte Frank nicht erahnen. Vermutlich in der Nähe von Moskau. Aber es hatte auch keine Bedeutung, wo er starb. Tatsache war, dass seine Totenglocke zu läuten begonnen hatte.
Der tapfere General nahm sich fest vor, auch wie ein solcher zu sterben. Er wollte seinen Feinden, die ihn so furchtbar gequält hatten, nicht noch den Triumph gönnen, ihnen seine Angst vor dem Tod allzu sehr zu zeigen. Andere Gefangene hatten nicht die Nerven dazu. Sie flehten die KKG-Männer um Gnade an, weinten, schrien und zappelten. Doch es war alles umsonst. Als Antwort erhielten sie Schläge, Tritte und Hohn.
Irgendwann waren die meisten still geworden und warteten wie Lämmer auf dem Weg zur Schlachtbank, dass die Lastwagenkolonne ihr Ziel erreichte. Schließlich erreichten sie ein kleines Dorf irgendwo in der russischen Einöde, weit draußen auf dem Lande.
„Bringt alle raus!“, bellte ein KKG-Offizier und seine Männer versammelten die Gefangenen auf dem Dorfplatz.
Es hatte mittlerweile heftiger zu regnen begonnen und einige der kollektivistischen Soldaten fluchten über das schlechte Wetter an diesem blutigen Morgen.
Frank wurde zu den anderen gestellt. Er starrte auf den schlammigen Boden. Die Fenster der schäbigen Häuser um ihn herum waren allesamt dunkel. Offenbar wagte es keiner der Bewohner auch nur einen Blick auf das unheimliche Szenario auf der Straße zu werfen.
Die Gefangenen wurden nach einem kurzen Marsch auf eine große, vom Regen durchtränkte Wiese am Dorfrand geführt und dort aufgestellt.
„Die ersten 100 Mann!“, befahl einer der schwarz-roten Offiziere und seine Leute zogen wahllos einige wimmernde, kreidebleiche Häftlinge aus der Masse der Unglücklichen heraus. Kohlhaas war noch nicht darunter.
Der General selbst war plötzlich auf unheimliche Weise ruhig und gelassen geworden. Er wunderte sich sehr über diesen Zustand seiner Seele und konnte ihn sich nicht erklären. War das Ende so unspektakulär oder war alles nur ein böser Traum? Würde er gleich erschrocken aufwachen?
Nein, er war sich im Klaren darüber, dass dies kein Traum war. Das hier war das unwiderrufliche Ende seines Lebens, seine endgültige Auslöschung und Vernichtung. Ob es nach dem Tod weiterging, würde er gleich erfahren.
Die etwa 40 KKG-Männer bildeten eine Schützenreihe und richteten ihre Gewehre auf die Todgeweihten vor sich. Ein Befehl wurde gebrüllt, Mündungsfeuer blitzte auf und das Frank so vertraute Geratter von Maschinengewehren durchbrach die gespenstische Stille der verregneten Nacht. Schon waren die Gefangenen wie Grashalme zusammengeknickt und lagen auf der schlammigen Wiese.
„Seht nach, ob ihr alle erwischt habt!“, schrie ein KKG-Mann und leuchtete die dahingemähten Menschen mit einer Taschenlampe an. Hier und da hörte man noch  ein leises Röcheln und Stöhnen. Einige Schüsse aus Handfeuerwaffen folgten, dann war Stille.
„Die nächsten 100!“, vernahm Frank. Ein noch junger Soldat hastete an ihm vorbei, um einen wild um sich schlagenden, weißhaarigen Mann aus dem Pulk heraus zu ziehen. Der KKG-Mann verpasste dem Greis einen Hieb mit dem Gewehrkolben ins Gesicht, dann kam ein zweiter und zog die wimmernde Gestalt auf die Wiese.
Wieder legten die Kollektivisten an, feuerten und machten weitere hundert Menschen nieder. Frank schwankte nun zwischen lethargischer Hinnahme des Geschehens und aufflackernder, wilder Panik.
Sein Gemütszustand änderte sich von Sekunde zu Sekunde. Mal wollte er versuchen wegzulaufen oder die KKG-Männer anzugreifen, mal dachte er daran, es einfach zu akzeptieren, dass hier und heute das Ende gekommen war.
Zwei Maschinengewehrmündungen waren auf seinen Rücken gerichtet und um ihn herum standen weitere Männer des schwarz-roten Exekutionskommandos. Er wäre nicht weit gekommen. Nein, diesmal war es definitiv zu Ende!
Auch bei den nächsten Hundert Todgeweihten war Frank noch nicht dabei. Offenbar hatte er die zweifelhafte Ehre, dem letzten, sterbenden Viertel der Gruppe angehören zu dürfen. Nachdem die Gefangenen vor ihm von einer rauchenden Salve in den Tod befördert worden waren und ein schlitzäugiger KKG-Soldat einigen Sterbenden noch letzte Kopfschüsse verpasste, begann plötzlich ein prasselnder Regen auf die Erde niederzugehen. Zudem begann der Wind schlagartig heftiger zu wehen und peitschte allen, die an diesem blutigen Szenario beteiligt waren, dicke, harte Wassertropfen in die Gesichter.
„Was ist denn jetzt los?“, schimpfte einer der KKG-Milizionäre und stieß einen Fluch aus. „Muss das denn sein? So ein Dreckswetter!“
„Wir sind doch gleich durch, Mann!“, antwortete sein Nebenmann und zog sich die Uniform über den Kopf, um den Wolkenbruch abzuhalten.
„Ja! Scheiß drauf! Wir knallen die hier noch ab und dann geht`s wieder heimwärts!“, meinte der Offizier und stieß einem der Gefangenen den Gewehrkolben in den Rücken.
„Vorwärts! Vorwärts! Ihr Ratten!“, zischte einer der Kollektivisten Frank ins Ohr und schleifte ihn mit sich.
Es goss mittlerweile so heftig, dass das Erschießungskommando näher an die aufgestellten Gefangenen herangehen musste. Einige der KKG-Männer senkten ihre Waffen noch einmal und wischten sich das Regenwasser aus dem Gesicht.
„Gut, dass das hier die Letzten sind. Verdammtes Mistwetter!“, hörte Frank einen der Soldaten vor sich murmeln.
Der General dachte in diesen Sekunden an Julia und ließ ihr Lächeln im Inneren seiner Seele wie eine Fackel scheinen. Dann richtete er einen letzten Blick gen Himmel, wo er lediglich aufgeblähte, schwarze Wolken erkennen konnte. Dahinter musste die herrliche Ewigkeit liegen.
„Feuer!“, brüllte der KKG-Offizier und eine kurze Salve hallte durch das stürmische Unwetter. Kohlhaas sah noch für eine Sekunde helles Mündungsfeuer vor sich aufblitzen und fühlte dann einen stechenden Schmerz seinen Körper durchfahren. Der Getroffene brach zusammen. Heftiger Regen hämmerte ihm ins schmerzverzerrte Gesicht und der General verlor das Bewusstsein.
„Haben wir sie alle erwischt?“, rief der leitende Offizier durch die dichte Regenwand.
„Ja, ich denke schon!“, antwortete einer der Soldaten. „Die liegen alle flach. Soll ich noch einmal nachprüfen, ob sie alle hin sind?“
„Nein, ist gut! Dieses Sauwetter reicht mir! Lass uns endlich wieder fahren!“, erwiderte der Vorgesetzte und sprang auf den Laster. Das Exekutionskommando verschwand.

S. 94-97

Grelle Leuchtspurgeschosse rasten über den  wolkenbehangenen Nachthimmel, begleitet von Detonationen in der Ferne, welche wie feurige Rosen im Dunkel aufblühten. Eine schwere Granate schlug neben Frank ein und zerfetzte einige seiner Waräger, ihre Todesschreie waren kurz und abgehackt. Der General blickte sich nur flüchtig nach ihnen um und fühlte das Aufflackern von Schmerz über den Verlust seiner Männer, dann wichen seine Emotionen jedoch wieder dieser schrecklichen Gleichgültigkeit, die ihn in den letzten Wochen besetzt hatte.
Kohlhaas blickte auf das schwach im Mondlicht glänzende Bajonett seines Sturmgewehrs und kauerte sich hinter einen Felsen. Schüsse donnerten in der Ferne und ein ganzer Schwarm dunkler Schatten hatte sich hinter seinem Rücken versammelt. Wieder schlugen Granaten in der Nähe ein, wühlten eine Wolke aus Staub und Dreck auf. Franks Augen blickten leer und kalt umher. Alfred Bäumer kroch zu ihm herüber und sah ihn verstört an.
Sie rückten weiter vor, so dass sie bald die dunklen Umrisse einer Gruppe feindlicher Soldaten erblicken konnten. Als Frank mit seinem Verband auf die kollektivistischen Streitkräfte auf der Hügelkette vor sich zuschlich, fühlte er plötzlich, wie ein starker Impuls seinen Geist durchzuckte.
Kohlhaas glaubte, das hämische Lachen der Gegner zu hören und sah ihre Gesichter als dämonische Fratzen mit grinsenden Mäulern vor sich.
„Angriff!“, zischte er in sein Funkgerät. Die Warägergardisten sprangen aus ihren Deckungen heraus.
Ihr Anführer lächelte grimmig und fühlte sich, als ob eine blutrünstige Kreatur Besitz von ihm ergriffen hätte. Die Geister der Rache schrieen ihm ins Ohr, während er glaubte, schnell aufleuchtende Blitze mit grausigen Visionen aus Schmerz und Tod in seinem Geist erkennen zu können. Sie näherten sich dem Feind, Projektile jagten an ihnen vorbei und schnitten durch die Finsternis. Der eine oder andere befreundete Soldat neben ihm wurde getroffen und mit einem Schmerzenschrei zu Boden geworfen. Das metallische Hämmern von schweren Maschinengewehren, die ihren Feuersturm durch die Dunkelheit schickten, dröhnte im Ohr des Generals, doch Frank lachte im Inneren darüber. Seine sterbliche Hülle würden sie zerstören können, seine gepeinigte und rachsüchtige Seele nicht.
Die Waräger hasteten weiter durch den Kugelhagel und erlitten schwere Verluste. Kohlhaas lief hingegen fast lässig und unbeschwert voran. Bäumer rannte hinter ihm her, von einer Deckung zur nächsten, und wirkte verdutzt.
„Zieh den Kopf ein!“, schrie er durch die Finsternis, doch sein Freund ignorierte die Warnung.
Schließlich erreichten Tschistokjows Elitesoldaten die Spitze des Hügels und das Schlachten auf kurze Distanz begann. Frank schritt aufrecht vorwärts und wurde nur durch Glück nicht getroffen. In der nächsten Sekunde sprintete er los und folgte seinen Soldaten, die mit lautem Kriegsgebrüll angriffen.
Kohlhaas feuerte dem Feind entgegen, bewegte sich wieselflink auf eine Stellung der Kollektivisten zu. Er rannte in einem großen Bogen um einen Erdaushub und sprang mitten in einen Pulk schwarz-roter Soldaten hinein. Der General warf sein Sturmgewehr in den Schlamm vor sich und zog eine blitzende Machete aus dem Gürtel. Mit einem schnellen Schlag hieb er sie einem Mann in den Rücken, ein nächster visierte ihn mit dem Gewehr an, doch Frank sprang ihn wie ein wildes Tier an und schnitt ihm mit der Machete durch den Unterleib. Mit einem lauten Röcheln sank der Kollektivist zu Boden, während ihm Frank sein Gewehr aus der Hand riss und einige Kugeln in die verbliebenen Gegner vor sich pumpte. Weitere Waräger brachen nun aus dem Dunkel hervor und schossen auf die Verteidiger des Hügels. Ihr Anführer griff unbeirrt mit beeindruckender Geschwindigkeit an und streckte zwei weitere Feinde mit Pistole und Machete nieder. Einem von ihnen trennte er mit einem wohlgezielten Hieb den Kopf ab, um sich anschließend mit ausdruckslosen Augen umzusehen.
Sämtliche Feinde waren tot. Zumindest jene, die die Stellung hier gehalten hatten. Triumph und Zufriedenheit erfüllten Franks Seele für einige Sekunden, dann röhrte der pulsierende Schmerz seiner verwundeten Seele erneut in seinem Inneren auf. Er gab seine Befehle: „Rächen! Töten! Vernichten!“


S. 137-139

„Es ist soweit!“, sagte Vitali Uljanin mit Stolz in den Augen zu den neben sich versammelten Funktionären und Generälen der schwarz-roten Bewegung.
Der Kollektivistenführer stand auf einer großen Tribüne auf dem Platz vor dem Moskauer Kreml, mit ernster Miene auf die an ihm vorbeimarschierenden Truppen herabblickend. Tausende von kollektivistischen Soldaten zogen in einem endlosen Strom im Stechschritt an ihm vorbei und ihnen folgten mit schwarz-roten Flaggen bestückte Panzer, Flugzeuge und Geschütze.
„Die Rus werden gegen diese Militärmacht untergehen!“, bemerkte einer der Generäle neben ihm siegessicher. Er hob lächelnd die Hand, um die Soldaten zu grüßen.
„Daran habe ich keinerlei Zweifel!“, betonte Uljanin und musterte die aufeinanderfolgenden Blöcke seiner Kämpfer mit einem zufriedenen Nicken.
„Was werden Sie tun, wenn Sie Tschistokjow vernichtet haben, Herr Kollektivgenosse?“, erkundigte sich ein anderer Funktionär, der sich hinter dem KVSG-Chef postiert hatte.
„Danach?“, fragte dieser. „Danach werde ich den Kollektivismus in alle umliegenden Länder tragen. Weißrussland ist lediglich eine Etappe. Unser Fernziel muss die revolutionäre Kollektivierung der ganzen Welt sein!“
Vitali Uljanin schenkte seinen engsten Mitarbeitern noch ein selbstgerechtes Grinsen. Anschließend schritt er vor ein Mikrofon, um den ihm ergebenen Soldatenmassen seine heutige Botschaft zu verkünden.

„Soldaten! Arbeiter! Kollektivisten!

Die Revolution in Russland neigt sich ihrem Ende zu. Das russische Volk hat sich erhoben, um in einer letzten, finalen Schlacht den Reaktionären und Kapitalisten das Ende zu bringen. In wenigen Tagen ist es soweit. Ihr werdet euch die Freiheit erkämpfen, die ihr verdient. Ich verspreche euch ein gerechtes Russland, frei von Unterdrückung und Armut. Doch dafür müsst ihr diesen letzten Kampf siegreich bestehen und dem reaktionären Feind endgültig den Kopf abschlagen. Unsere Revolution kann nur leben, wenn ihre Gegner, die Saboteure der Freiheit und Gleichheit, endlich vernichtet worden sind.
Wenn ihr den Bestien des Tschistokjow auf dem Schlachtfeld begegnet, dann zeigt keine Gnade, denn sie sind es, die eure Familien weiterhin in Armut und Verzweiflung leben lassen. Nur durch das Opfer des russischen Arbeiters, durch den Heldenmut der Unterdrückten, können diese Mordbrüder besiegt werden!
Ihr seid die Geburtshelfer der kollektivistischen Freiheit, vergesst das niemals! Und nun zieht hinaus in den Kampf und bringt auch euren Brüdern im Westen Russlands die lang ersehnte Gerechtigkeit und die goldene Zukunft der Revolution unter dem schwarz-roten Banner!“

Tosender Jubel erfüllte den riesigen Platz vor dem alten Kremlgebäude und zahllose Soldaten blickten zu Uljanin herauf. Die gewaltige und beeindruckende Militärparade dauerte noch mehrere Stunden und die in die Masse der Kämpfenden eingebundenen Männer strahlten eine unbeirrbare Zuversicht aus. Sie konnten es sich kaum vorstellen, dass ihre Gegner lange in der Lage sein würden, ihrem Ansturm standzuhalten. Die meisten der hier marschierenden Soldaten glaubten offenbar noch immer fest an die Versprechen ihres Anführers und der Anblick der ungezählten, zum Kampf bereiten Kollektivgenossen, ließ auch keine Zweifel am baldigen Sieg der schwarz-roten Revolution zu.
„Gleichheit, Freiheit und Gerechtigkeit!“, schrie die dem spitzbärtigen Politiker verpflichtete Masse und zog siegessicher nach Westen, um mit der entscheidenden Offensive dieses Bürgerkrieges zu beginnen.


 

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